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Berichte

 
     Besuche im Niger  (von Helmut Mayer)  
 

 

Seit der Gründung des Vereins am 21. Mai 2000 haben bisher etliche Vereinsmitglieder im Rahmen von mindestens 10 Reisen das Gebiet, in dem der Verein Projekte unterstützt, besucht. Dabei konnten sie sich von der Notwendigkeit, dem Fortschritt und auch dem Erfolg unserer Projektarbeit persönlich überzeugen. In meiner Eigenschaft als 1. Vorsitzender des Vereins habe ich seit dem September 2003 den Niger fünf Mal bereist, vorher schon im Dezember/Januar 2000/01 ein Mal, zuletzt im März/April diesen Jahres. Selbstverständlich erfolgten alle diese Reisen auf eigene Kosten.

 

Während meiner Aufenthalte führte ich viele Gespräche mit lokalen Verantwortlichen und Entscheidungsträgern, informierte mich bei offiziellen Stellen, z. B. dem Schulinspektor in Agadez und machte mich über die allgemeine Situation und notwendige Entwicklungsmaßnahmen, z. B. bei dem Büro der GTZ in Agadez, kundig. Alle Anträge und Wünsche zur Unterstützung von Projekten durch unseren Verein wurden somit vor einer Zusage oder einem Vertragsabschluss vor Ort überprüft und eine entsprechende Eigenleistung der Hilfsempfänger verlangt. Die zur Verfügung gestellten Mittel wurden häufig persönlich überbracht, dabei  entsprechende Empfangsbestätigungen eingefordert. Damit war die zweckgebundene Mittelverwendung immer gewährleistet und wurde fortlaufend und regelmäßig vor Ort überprüft und dokumentiert.  Sämtliche Ausgaben können also lückenlos nachgewiesen werden und ihre Einsatz ist entsprechend unserer Satzungsziele nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ garantiert.

 

So können wir mit unseren Projekten einen, wenn auch kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Tuareg nicht noch weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt und von den ohnehin bescheidenen Entwicklungsansätzen im Land ausgeschlossen werden. Kaum ein Drittel von ihnen kann heute noch in der  traditionellen, nomadischen Lebens- und Wirtschaftsform am Rande des Existenzminimums überleben. Und diese  ist immer wieder  von Katastrophen bedroht, wie die aktuellen Ereignisse zeigen. Als ungeliebte Minderheit werden sie von der Regierung seit Jahrzehnten vernachlässigt, deswegen ist Hilfe von außen, auch von unserer Seite, für sie so wichtig. Diese soll dazu beitragen, dass die Tuareg  die unaufhaltsamen Veränderungen der heutigen Zeit selbst mitgestalten können, wozu Schulbildung als Perspektive für die junge Generation, wirtschaftliche Alternativen und soweit möglich die Sicherung ihrer traditionellen Lebensform und Kultur gehören. Die Zukunft wird zeigen, ob dies gelingen kann. Unser Verein will jedenfalls dazu beitragen. Dafür braucht er aber ihre Unterstützung, um die ich Sie  noch einmal herzlich bitte, gerade angesichts der aktuellen Katastrophe.